ertex solar
TIP NÖ präsentieren Anwendungsfälle von NÖ Unternehmen.
Unsere Beziehung zum Projekt
- Schwerpunktberatung
- Unterstützung in der Produktentwicklung & Qualitätssicherung
- Vermittlung geeigneter F&E Partner
Energie aus der Gebäudehülle
Gebäudeintegrierte Photovoltaik verbindet bei ertex solar Architektur mit Energiegewinnung – und eröffnet dem Unternehmen so neue Chancen auf internationalen Märkten.
Stillstand ist für ertex solar aus Amstetten keine Option. Der Spezialist für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen (BIPV) will seinen Standort sichern, Kapazitäten erhöhen, seinen Markt weiter ausbauen und neue Produktgruppen erschaffen. Und dabei greift das Unternehmen gerne auf die Expertise der Wirtschaftskammer NÖ zurück. „Wir haben uns darauf spezialisiert, Module für Sonderbau zu entwickeln. In erster Linie sind das architektonische, optisch ansprechende Projekte, wo die energetische Produktion nicht unbedingt im Vordergrund steht“, erklärt Geschäftsführer Daniel Gutlederer. Die Module sollen sich harmonisch in die Architektur einfügen. Farbige oder homogene Oberflächen, unterschiedliche Glas-lösungen und individuelle Zellabstände ermöglichen Gestaltungsspielräume, die bei herkömmlichen Photovoltaikanlagen oft nicht gegeben sind. So kann die Gebäudehülle gleichzeitig ästhetisch ansprechend und energieerzeugend sein. Die meisten Kundinnen und Kunden kommen aus der DACH-Region, doch ertex solar hat auch international bereits einige interessante Projekte umgesetzt – zum Beispiel in den USA, Kanada, China und Kasachstan. Gleichzeitig ist der internationale Wettbewerb sehr herausfordernd. Das weiß auch TIP NÖ-Innovationsexperte Helmut Kahrer.„Umso wichtiger ist es, dass sie ein großes Augenmerk auf Forschung, Entwicklung und Innovation legen. Genau da sind wir ein starker Partner und versuchen, bei Entwicklungsprojekten und bei der Qualitätssicherung zu unterstützen“, sagt Kahrer.
RESSOURCEN SCHONEN, KAPAZITÄTERHÖHEN
Zuletzt wurde das TIP NÖ-Beratungsfördermodell genutzt, um eine neue Produktionslinie zu entwickeln. „Die bauen wir gerade auf. Damit haben wir den Vorteil, dass wir die Kapazität deutlich erhöhen, ressourcenschonender arbeiten und den Stromverbrauch senken können. Das braucht es, um langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können“, betont Daniel Gutlederer. Der große Unterschied zur bisherigen Produktionslinie ist der neue Laminierungsprozess. Zuvor wurden die Module im Autoklav mithilfe des sogenannten Vakuumsack-Verfahrens hergestellt. „Dadurch ist der Vorgang viel schneller, wir sparen nicht nur viel Energie, sondern auch sehr viel Nacharbeit“, erklärt Prokurist Christian Ulrich. Theoretisch können künftig zwischen 30.000 und 35.000 Quadratmeter Module pro Jahr produziert werden. Mit der neuen Produktionslinie ist die Entwicklung aber noch lange nicht abgeschlossen. „Wir müssen uns produktions- und forschungstechnisch immer weiter entwickeln. Auf Stillstand gehen, geht nicht“, betonen Gutlederer und Ulrich. – www.ertex-solar.at