Ensemo GmbH
Gesamtsieger: Karl Ritter von Ghega - NÖ Innovationspreis 2026
Unsere Beziehung zum Projekt
- Innovationscoaching
- Netzwerkpartner
SeedJection – injiziert lebende Mikroorganismen präzise in einzelne Samenkörner, für nachhaltige, biologische Saatgutbehandlungen
Mit SeedJection hat Ensemo eine weltweit einzigartige, patentgeschützte Technologie entwickelt, mit der sich nützliche Mikroorganismen schnell, präzise und im industriellen Maßstab direkt ins Innere von Saatgut einbringen lassen.
Die Technologie ermöglicht eine verlässliche und skalierbare Anwendung natürlicher Mikroorganismen als Alternative
zu Agrochemikalien in der Saatgutbehandlung.
Adaptierbare Technologie
Kern der Technologie sind Maschinen, die Saatgut vereinzeln, einzelne Saatkörner fixieren, aufschneiden, Mikroorganismen
injizieren und das Saatkorn wieder verschließen – und das mehr als 3000mal pro Sekunde. Das erste Produkt ist die Behandlung von Sojasaatgut mit Rhizobien – das sind Bakterien, die den Luftstickstoff fixieren und ihn der Pflanze zur Verfügung stellen. Durch die Einbringung ins Innere von Sojasamen sind die Rhizobien besser geschützt, bleiben über sechs Monate lebensfähig und sind verlässlicher wirksam als in herkömmlichen Saatgut-Coatings.
Die Technologie hat enormes Skalierungspotenzial: Sie kann an viele verschiedene Samenarten angepasst und mit
jeder Art von Mikroorganismus eingesetzt werden. So erlaubt die SeedJectionTM-Technologie einen echten Shift von
synthetisch-chemischer zu biologischer Saatgutbehandlung im industriellen Maßstab.
Umweltschonend
Damit adressiert das Projekt zentrale Herausforderungen der Landwirtschaft: die hohe Abhängigkeit von synthetischen
Stickstoff- und Phosphatdüngern, deren Produktion enorme CO₂-Emissionen verursacht sowie die damit einhergehenden Umweltprobleme wie Bodenverschlechterung, Nitratauswaschung und Biodiversitätsverlust. SeedJection bietet mit der stabilen Integration von Mikroorganismen in Saatgut eine reale Alternative, da diese im Feld ihre volle Wirkung entfalten und damit den Einsatz chemischer Inputs deutlich reduzieren können.
Fotocredits: Erich Marschik